Unser erstes Girlscamp by Kathrin

Updated: Dec 23, 2019

Girlscamp 2019, Fehmarn

Fünf junge Frauen aus Deutschland und Österreich waren dem Ruf von Lena Erdil, Profi-Windsurferin in den Disziplinen Slalom und Wave, gefolgt und sind nach Fehmarn gekommen, um gemeinsam an den Zielen eines jeden Einzelnen zu arbeiten und möglichst viel von der jungen PWA Vize-Weltmeisterin lernen zu können.

Damit möglichst keine Langeweile aufkommen konnte, hatte sie Slalom und Freeride- Windsurfmaterial mit im Gepäck, mehrere Foils, Black-Rolls für die Entspannung samt Anleitung einer professionellen Trainerin und ein Filmteam, welches fast rund um die Uhr unsere Fortschritte und Aktivitäten dokumentierte.



Eine Grundvoraussetzung, nämlich Wind, war uns die überwiegende Zeit in unterschiedlichsten Stärken gegeben. Am ersten Tag recht wenig, um die Muskeln an die Belastung zu gewöhnen, am zweiten Tag nach einem kräftigen, unwetterartigen Gewitter mit über 20 Knoten und am dritten Tag morgens, um die geschundenen Hände vor Vortag zu schonen und die Heimreise antreten zu können (das Lenkrad musste man ja auch noch greifen können:))

Los ging es am Freitag um 10.00 Uhr mit einem Meeting zur Klärung der wichtigsten Frage: was wollt ihr lernen, woran möchtet ihr arbeiten, welche Fragen habt ihr? Und schon in den ersten Stunden wurde klar, dass wir alle Blut geleckt hatten beim Windsurfen und viele Fragezeichen bei den Manövern wie Halsen, Materialkunde oder auch Regattenfahren hatten. Lena versuchte immer ihre ganze Erfahrung, Tipps und Perspektiven an uns weiter zu geben und zusammen mit dem Filmteam (könne wir an dieser Stelle ihre Namen schreiben?) konnten wir unsere praktische Umsetzung des Gelernten analysieren und auswerten.



Die erste Lehrstunde gab es dann auch im Aufriggen von Slalom und Freeride-Material mit anschließender Erprobung auf dem Wasser. Erschöpft von der Leichtwindsession auf dem Wasser kehrten alle hungrig in unser „Basecamp“ ins Wassersportcenter Fehmarn nach Lemkenhafen zurück. Zum Lockerung der Muskeln kam dann die Black-Roll zum Einsatz, die von nun an für einige von uns nicht mehr aus dem Entspannungs- und Aktivierungsprogramm vor, nach dem Sport und im Alltag wegzudenken ist.



Bei einem gemütlichen Barbeque konnte der erste Tag zu Ende gehen.

Der nächste Tag startete mit der prognostizierten Windvorhersage um 7.00 Uhr am Spot. Leider braute sich auf dem Festland ein ordentliches Unwetter zusammen, was leider kein Wind aber großzügige Gastfreundschaft und ein Frühstück mit Geburtstagskuchen mit sich brachte. An dieser Stelle noch einmal vielen Dank an Paula und ihrer Familie – an diesen Geburtstag, wird du sicher noch lange zurück denken.


Nach einem Lunch in unserem Basecamp kam dann doch langsam der Wind nach anfänglichen Up and Down, konstant mit über 20 Knoten. Mit voller Euphorie und viel Power ging es dann für über 4 Stunden aufs Wasser. Lena coachte uns alle, fuhr hinter uns her, feuerte uns an, auch als die Kräfte nachließen und arbeitete mit jedem von uns live auf dem Wasser.


Der Weg zurück zum Basecamp, das Stretching mit unseren Black-Rolls und das Barbeque lief diesen Abend mehr ferngesteuert als ausgepowert. Denn wir alle schwebten mit dem Restadrenalin im Blut der letzten Stunden.


Der letzte Tag des Camps sollte auf Grund des niedrig angesagten Windes mit großem Slalommaterial und Foils ausgetragen werden. Ein paar Schläge auf dem Wasser ließen einem die geschundenen Hände und müden Muskeln spüren, dennoch war es mit der anschließender Auswertung von den selbstaufgenommen Videos ein wunderbarer Abschluss von drei aufregenden und energiegeladenen Tagen.


Wenn man ein kurzes Fazit beschreiben müsste, so könnte man es mit „Power, Motivation, Adrealin, Geschwindigkeitsrausch“ und ein breites Grinsen auf unseren Gesichtern ausdrücken, welches zumindest bei mir immer noch anhält.


Die Tips, die uns Lena für die Manöver mitgegeben hat waren enorm hilfreich und ebnen den Weg, mit vielen weiteren Übungsstunden auf dem Wasser, irgendwann den Schritt zum Erfolg. Aber was sich noch viel mehr in meinem Kopf eingebrannt hat, ist die Leidenschaft für den Sport, die Motivation in diesem Jahr als Frau an meinen ersten Regatten teilzunehmen, andere mit der Leidenschaft und Euphorie für den Windsurfsport anzustecken und Menschen zu vernetzen, die die gleiche Passion teilen, um noch mehr Spaß auf dem Wasser zu haben, neue Reviere zu entdecken und gegenseitig von sich lernen zu können.


Ich möchte mich in diesem Sinne für die wunderbaren und Top organisierten Tage mit Lena und Ihrem Team, dem Wassersportcenter Fehmarn für die Location und der sensationellen leiblichen Versorgung und den tollen, lustigen Stunden mit unserer „Surfschülerteam“ bedanken. Ich hoffe auf ein nächstes Mal im nächsten Jahr mit noch mehr mutigen Mädels – denn Spaß und Erfolge habt ihr garantiert!




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